Home     Rathaus     Wirtschaft     Bildung     Sport     Tourist     Vereine     Chronik     Impressum     Notdienst    

 Home / Chronik

 Chronik
Chronik

In die Chronik geschaut

Mit dieser Artikelreihe soll die Geschichte unseres Ortes etwas mehr ins Blickfeld gerückt werden, um damit interessierten Einwohnern historische Ereignisse oder Personen bekannt und zugänglich zu machen. Adelsherren werden am Anfang stehen , die in wechselhafter Folge mit dem Rittergut Schmiedeberg belehnt wurden. Einzelne Besitzer sind in Chroniken und Archiven nur flüchtig erwähnt und Kenntnisse über sie sind gering. Andere haben mit ihrem Wirken Spuren hinterlassen, die noch heute Charakter und Bild unseres Ortes prägen.

Die ersten erwähnten Besitzer sind die Herren Opel (Opele,Opilio). Um 1400 waren sie Lehnsleute der Burg- grafen von Dohna im Gebiet zwischen Sadisdorf und Bärenhecke. Nickel Opel wird 1404 mit dem Hammer zu „Nuwindorf" (Naundorf) uns „Saidesdorf" vom Markgrafen Wilhelm dem Einäugigen belehnt. In der Urkunde , in der Schmiedeberg erstmals erwähnt wird, datiert am 29. September 1412 , verschreibt Nickel Opel sechs Schock jährliche Zinsen zu Grymmen (Reinhardtsgrimma) und 21/2 Schock zu Johnsbach an den Priester Gebhard Wolfgang zum Altar Peter und Paul der Kirche Unsere lieben Frauen zu Freiberg unter Vorbehalt des Wiederkaufes und gegeben in dem „nuwin Smedewerg". 1418 – ein zweiter Eintrag: Verkauft Nickel Opel in „deme nuwin Smedewerg gesessen" an den Kalandbrüderaltar der o.g. Kirche 15 ungarische fl. (Floren) von seinen jährlichen Zinsen aus Sadisdorf. Ein Sohn Jurge (Georg) Opel wird 1437 vom Herzog Friedrich von Sachsen mit Naundorf sowie Vorwerk, Hof und Mühle zu Sadisdorf belehnt. Das Neue Schmiedewergk aber erhält Janike Heide. Zehn Jahre später – 1447 – gehören beide Lehen Otto Lichtinwald. Er sitzt auf dem Neuen Schmiedewergk und laut Nachricht von 1454 auch auf Sadisdorf und Naundorf. Nun treten die Herren von Bünau (auf Weesenstein) in die Reihe der Besitzer Schmiedebergs. Diese Adelsfamilie aus dem Tal der Müglitz errichtete und bewahrte eine der langlebigsten Adelsherrschaften in unserer Region. Burg und Schloss Lauenstein und die Kirche mit dem einmaligen Bünau-Epitaph bezeugen das. Heinrich und Rudolf von Bünau (erwähnt in einem Lehnsbrief 1455) übertragen den Besitz an Hans Kölbel aus Geising. Lehnsträger bleiben jedoch die von Bünaus. Die Kölbel waren erfolgreiche bürgerliche Berg-werksunternehmer , die um 1440 das „Berggeschrei" aus Graupen nach Geising gelockt hatte. 1509 wechselt die Lehnsherrschaft auf Peter und Christoph von Bernstein. Auf Schmie-deberg sitzt Nickel Kölbel nach seinem Vater Bartel. Den Herren von Bernstein auf Bärenstein wird auch die Entstehung des Rittergutes Schmie-deberg zugeschrieben.

Mit einem solchen Lehen war meist die Jagdgerechtigkeit, Gerichtsbarkeit, Heeresfolge ,Hofämter beim Kurfürsten und Patronatsrecht (Aufsichts-und Schutzrechte über die Kirche) verbunden. Die Rittergutsherrschaft war Obrigkeit, hatte Polizeigewalt, war Gerichtsherr und bestellte die Schultheissen und Schöppen. Bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts wechseln Herrschaft und Besitzer von Schmiedeberg sehr häufig, von den Bernsteins zum Kurfürsten und wieder zurück. Nachhaltig tritt in dieser Zeit Friedrich Kölbel mit einem Gerichtsbuch in Erscheinung, in dem alle Rechte und Pflichten der Schmiede-berger und die entsprechenden Strafen bei Zuwiderhandlung festgeschrieben sind.

Schmiedeberg zählt damals als eine „Commune"mit 37 Feuerstätten. Eine interessante Aufzählung nennt „Der Herrenhof, des Herren Mühle im Dorf, Kasper v. Bernsteins Mühle

obigt dem Schmiedeberg, Philipp Lehmanns Häusel, das Haus von Thomas Klugens Gezeuge, das Haus auf den drey Brüdern , der kleinen Kirschin Schmelshütte und das Haus dabey". 1564 kauft Kurfürst August Neu-Schmiedeberg (wie es damals genannt wurde) von Heinrich Kölbel. „Das Gut Neu-Schmiedebergk nebst Erbzinsen, Diensten, Ackerbau, Wiesen, Fischerei,Wäldern und Gehölzen, Mühlen, freiem Zinnbergwerk, Erbgerichten und allen Jagden". Der Herrenhof ist „steinern gebaut und mit einem Wassergraben umgeben. Darin befinden sich Satzforellen

Wir bitten um Mithilfe!

Mit den intensiven Bauarbeiten am zukünftigen Bürger- bzw. Vereinshaus in Schmiedeberg, der ehemaligen Grundschule, rückt auch die Verwirklichung eines langersehnten Wunsches immer näher: Das Entstehen eines kleinen Museums für die Schul- und Ortsgeschichte. Im Parterre des Gebäudes wird es entstehen. Eine kleine Arbeitsgruppe sowie die Arbeitsgemeinschaft Geschichte der Mittelschule sind bereits bei Vorbereitungsarbeiten am Bestand möglicher Ausstellungsmaterialien. Für eine umfassende, vielseitige Gestaltung des Museums benötigen wir jedoch noch weitere Exponate. Wer kann und möchte uns mit entsprechendem historischen Material unterstützen? Wir interessieren uns für

-alte Fotos (Schulgebäude, Klassen, Lehrer),
-Materialien wie Ranzen, Schiefertafeln, Bücher und Hefte, Federhalter u.s.w.
-historische Kleidung, (Kinder, Erwachsene)
-Erinnerungsstücke an Schulfeste z.B. Becher, Gläser
-Handarbeiten
-und vieles mehr.

Unser Vorhaben ist es, mit dem Museum eine interessante Sammlung der Dinge zusammenzustellen, die sonst nur im Verborgenen samt ihrer historischen Bedeutung „ergrauen". Ganz zu schweigen von den Informationswert, den sie besitzen, wenn sie in einer historischen Schau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Wir freuen uns auch über Schmiedeberger, die mit aktiver Hilfe und Unterstützung unsere Arbeitsgruppe „Museum" verstärken.

Mittelschule Schmiedeberg

Monika Lotze


Ammelsdorf
Dönschten
Hennersdorf
Naundorf
Obercarsdorf
Oberpöbel
Sadisdorf
Schönfeld
Schmiedeberg
Zeittafel
Vasallenberggerichte



SUCHEN:



© 2002-2007 Gemeindeamt Schmiedeberg

Update: 10. Jun 2004

Gemeindeamt Schmiedeberg

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits