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 Zeittafel bis 1990
Zeittafel

1404 Naundorf erstmalig erwähnt
1412 Schmiedeberg wird erstmals urkundlich erwähnt, wird genannt "in deme
nuwen Smedewerk".
1418 Zweite urkundliche Erwähnung, Verkauf eines Stück Landes, am 29. Oktober, unterschrieben: Nickel Opil.
1437 Schmiedeberg wird "dem Janike Heide beliehen".
1447 Als Besitzer Schmiedebergs wird Otto Lichtinwald genannt.
1455 Lehnsbrief an Heinrich von Bünau zu Weesenstein
1468 Bau des Gotteshauses zu Smedewerg (Dresdner Ratsarchiv bVI 53c)
1474 Am 1. Sepember belehnt Rudolf von Bünau Barthel Volbahn mit dem
Gute Neuschmiedewerg.
1492 Herzog Georg bestimmt, daß die von Bünau "of de neue Smedeberg und
den Hammer, so off ihren Grund und Boden liegen" gewisse Freiheiten haben sollen, vor allem den Bergzins nicht geben brauchen (Erwähnung
des Eisenhammers).
1500 Erstmalige Erwähnung der Mahlmühle "Buschmühle"
1515 Heinrich von Schönberg ist Besitzer von Smedeberg.
1519 Christoph von Bärenstein ist Besitzer von Johnsbach, Bärenstein Nawendorf und Smedeberg.
1521 Auf der Weißeritz wird das Flößen eingerichtet.
1524 Erste Erwähnung Dönschtens (andere Quelle: 1540 oder 1552/55)
1535 Friedrich Köbel ist Gerichtsherr zu Schmiedeberg.
1562 Hanß Köbel wird von Hanß von Bernstein mit "Neuschmiedewergk"
belehnt.
1564 Kurfürst August I. kauft Neu- Schmiedeberg mit Rittergut für 8000
Gulden von Heinrich Köbel.
1570 Kurfürst August I. verkauft dem Hofrat Hanß von Bernstein das Gut Neu- Schmiedeberg einschließlich Fischerei in der Weißeritz für 6000 Taler.
1573 Christ. von Bernstein wird als Erbherr auf Schmiedeberg genannt.
1580 Valentin Franke stellt den Antrag, schmelzen zu dürfen. Unterhalb Schmiedebergs steht die "Krockische Hütt", nach ihrem Besitzer Valerius Krackau benannt.
1591 Dort entsteht ein erster Hochofen.
1608 Heinrich von Bernstein besitzt Schmiedeberg und stellt 43 Soldaten.
1613 Schmiedeberg wird von Damm von Bernstein an Hofmeister Hans Kaspar Körbitz verkauft.
1642 Besitzerin von Schmiedeberg ist Elisabeth von Körbitz.
1644 Die Buschmühle als Mahlmühle mit 2 Gängen, mit zugehöriger
Schneidemühle wird für 450 Gulden versteigert.
1645 Magdalena Sybilla, die Frau des Kurfürsten Johann Georg II.,
übernimmt Schmiedeberg
1658 August Bretschneider erhält die Konzession, bei seinem Gut an der Nierischen Silberschmelzhütte ein Eisenhammerwerk zu bauen.
1660 Besitzer von Schmiedeberg ist Oberhofmarschall von Rechenberg.
1665 Der kurfürstliche Kammerherr und Amtshauptmann von Dippoldiswalde, Bartholomäus de Sorlisi, erwirbt Schmiedeberg.
1666 Ein "Erbbuch" wird angelegt, das die Abgaben und Frondienste regelt.
1670 Im Zwitter- und Kupferstockbergwerk vom Bergmeister Prüstel und Geschworenen Köhler wird unter dem Namen "Kupfergrube" die Arbeit wieder aufgenommen.
1675 Bürgermeister und Rat bitten bei der Amtshauptmannschaft um eine Abschrift der Statuten ihres Marktfleckens, da diese 1637 bei einem Brand durch die "Schwedischen" vernichtet wurden.
1676 Auf dem "Weiten Felde" wird ein Viehdieb und Ehebrecher mit dem Schwert hingerichtet.
1678 De Sorlisi starb in Dresden und wurde in Osseg in Böhmen beigesetzt. (In Unterlagen der Sächs. Landesbibliothek ist 1672 das Todesjahr von Bartholomäus de Sorlisi.)
Sein Schwager, Amtmann Daniel Jacobi zu Schlieben, kauft
Schmiedeberg für 17000 Gulden.
1680 11 Schmiedeberger starben an der Pest.
1695 Schmiedeberg wird zur Hälfte vom Freiherrn Egidius von Alemann gekauft, die andere Hälfte übernimmt die Altenberger Zwitterstocksgewerkschaft.
1696 Eine Kupferhütte wurde auf Grund reicher Erzvorkommen in Niederpöbel gebaut.
1698 Kurfürst Friedrich August gibt dem Hammerwerk die Genehmigung,
eiserne Kugeln zu gießen.
1698 Erster Unterricht der Schmiedeberger Kinder durch einen "Praeceptor".
1706 Das Pfarrhaus wird gebaut.
1708/09 Die erste Schule wird neben dem Pfarrhaus gebaut (heute Altenberger Str. Nr. 29).
1713 Grundsteinlegung zum Bau der Kirche
1716 Die von Georg Bähr erbaute Kirche wird eingeweiht.
1719 Freiherr von Alemann stirbt in Dresden und wird in der Schmiedeberger Kirche beigesetzt. Seine Besitzhälfte an Rittergut und Eisenwerk geht in den Besitz der Altenberger Zwitterstocksgewerkschaft über.
1726/27 Markierung der Wälder um Schmiedeberg durch den Zeichenschläger G. Hanike aus Radeberg.
1729 Johann Samuel Klemm kauft Rittergut Naundorf, einschließlich der Kupfergrube. Letztere bringt 10 Jahre reiche Ausbeute an Kupfer und Zinn (andere Quelle: 1726).
1813 Franzosen, Russen, Kosaken, Ungarn und Schweden zogen durch den Ort und plünderten.
1833 Die Strohflechterei ist verstärkt Erwerbszweig in Schmiedeberg.
1839 Ein Hochofen mit Gießereianlage wird fertiggestellt (50 Arbeiter).
1839 Dönschten besteht aus 13 Häusern, deren Besitzer Erbgärtner sind (in Abhängigkeit von der Zwitterstock- Gewerkschaft).
1846 Abgaben und Frondienste werden abgeschafft. Neue Rechter für den Bergflecken: Die Gemeinde kann die Niederlassung von Handwerkern selbst bestimmen.
1846 Die Straße Dresden- Altenberg wird gebaut.
1854 Verschiedene Gewerkschaften vereinigen sich zum Pöbler Bergbauverein (bis 1889).
1855 Schmiedeberg erhält eine Post.
1865 Der Molchgrund wird als 10 Ellen breiter Weg gebaut (1 Elle = 50 cm).
1869 Die Hundesteuer wird eingeführt.
1873 Die Sparkasse wird gegründet.
1874 Die Straße nach Niederpöbel wird gebaut, führt durch das Rittergut.
1876 Zwitterstocksgewerkschaft verkauft das Rittergut und den dazugehörigen
Wald an den Staat.: Das Herrenhaus wird abgerissen, ein Haus wird Oberförsterei (heute: Gemeindeamt).
1882 Die Kleinbahn von Hainsberg bis vorerst Schmiedeberg wird in Betrieb genommen.
1883 Die Strecke wird bis Kipsdorf weitergeführt.
1884 Große Innenrenovierung der Kirche: Der Tag der Wiedereinweihung ist
der 400. Geburtstag Martin Luthers. Die Lutherlinde wird gepflanzt, der Lutherplatz erhält seinen Namen.
1885 Die Firma Schwarz und Schmidt, Zwickau kauft das Eisenwerk.
1885 Die neuerbaute Schule wird eingeweiht (ehemalige Grundschule).
1887 Erste Ortskrankenkasse
1889/90 Das Eisenwerk geht in Besitz der Mühlenbauanstalt AG, vormals Gebrüder Seck, Dresden.
1894 Die Firma Nitzsche (ehemaliger Kraftverkehr, heute: Seniorenzentrum Pro Civitate)
1897 Schmiedeberg hat drei Gasthöfe und 18 Läden; neben dem Eisenwerk mit 250 Beschäftigten sind Waldarbeit, Landwirtschaft und Strohflechten die Haupternährungszweige.
1897 Schweres Hochwasser im Tal der Roten Weißeritz; Häuser und Brücken werden weggeschwemmt.
1898 Schmiedeberg erhält Fernsprechanschluß.
1899 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1903-05 Der starke Bevölkerungszuwachs durch die Erweiterung des
Eisenwerkes führt zum Bau von Arbeiterwohnhäusern (Molchgrund, Pöbeltalstraße).
1908 Die neue Schule wird gebaut (heute: Mittelschule).
1909 Gründung des Bauvereines
1910-13 Siedlung Bauverein wird gebaut
1911 Bau der Schulturnhalle
1912 Bau der Graugießerei
1918 Die Gedenktafeln in der Kirche weisen 99 gefallene Schmiedeberger im
1. Weltkrieg
1919 Das Gemeindeamt wird im alten Schulhaus untergebracht.
1922 Bau eines Bades auf der Hammerwiese an der Seufzerallee (heute:
Parkplatz des Martin-Luther- King-Hauses)
1923-24 Jugendheim Molchgrund
1924 Einweihung der neuen Bahnlinie mit Viadukt und Bahnhof
1924/25 Der Konzern MIAG entsteht aus der Zusammenlegung der
Seckschen Mühlenbetriebe.
1925 Bau Waldbad Dönschten
1926 Bau Sportplatz Buschmühle
1927 Streiks in der MIAG als Zeichen der Wirtschaftskriese
1930 Bau Sprungschanze im Lattengründel
1930 Verstärkt Heimarbeit: Kunstblumen
1932 Bau der Friedenskapelle durch die evang. freikirchliche Gemeinde-
Baptisten.
1933 Am 21. März wird am Gemeindeamt die Hakenkreuzfahne aufgezogen.
Hitler, Hindenburg, Mutschmann (Gauleiter von Sachsen) werden
Ehrenbürger von Schmiedeberg.
1933 Schulfest- 25 Jahre Neue Schule (Mittelschule)
1935 Niederpöbel wird eingemeindet.
1937 Das Eisenwerk baut Panzerteile.
1940 Erste "Heldengedenkfeier" für die Gefallenen in der Kirche (bis 1945
59 Männer lt. Kirchenchronik)
1943 133 ausgebombte Familien aus westdeutschen Städten sind hier untergebracht. Im Eisenwerk arbeiten 185 Kriegsgefangene und ausländische Zivilisten.
1944 Absturz eines amerikanischen Kampfflugzeuges an der Hochwaldstraße
1945 8. Mai, 22 Uhr: Beschuß durch sowjetische Armee, 2 Tote in der Ortsmitte, das "Armenhaus" (heute Altenberger Str. 2c) brennt völlig ab
Einzug der "Russen"
9. Mai: Die rote Fahne wird vor dem Gemeindeamt gehisst. Das "sozialistische Komitee" stellt den Bürgermeister.
1. August: Naundorf und Dönschten werden eingemeindet (Dönschten wird 1948 wieder selbständig, ab 1994 ist es ein Ortsteil von Schmiedeberg).
Mai – Oktober: Das Eisenwerk wird demontiert.
Am 1. Oktober beginnt die Schule wieder.
Im November wird die Bodenreform im Rittergut Naundorf durch-
geführt. 343 ha landwirtschftliche Nutzfläche und Wald werden an 4
Gärtner, 9 landarme Bauern und 10 landlose Bauern verteilt (davon 157
ha Wald an den Staatsforst)
1946 "Vereinigte Werkstätten Schmiedeberg" werden als kommunales Wirtschaftsunternehmen gegründet mit 150 Arbeitsplätzen. (1949 aufgelöst bzw. in VEB überführt). Gießerei geht in Betrieb.
Der Kulturbund gründet sich mit dem Volkschor.
Enteignet werden: Gasthof Marschner, Kistenfabrik Walther, Sägewewrk Buschmühle
1948-54 SDAG Wismut beginnt Bergbau in Niederpöbel und fördert
Uranpechblende.

1951: Einbrüche, Absturz und Tod der 11-jährigen Karin Büttner, Umsiedlung von Einwohnern.
1949 Das Kino wird im Gasthof eröffnet.
1951 Bau der Kindergartens im Molchgrund (1981 erweitert)
1952 Kinderkrippe in Tal Naundorf Nr. 30 eingerichtet (1973 umgezogen in das Pionierhaus- vorher Villa Schubert und 1994 Schließung)
1953 Erster kommunale Wohnungsbau; 12 Häuser "Siedlung Naundorf" bezugsfertig, Bis 1975 wurden 134 Wohnungen als AWG in Naundorf- Siedlung, Tal und Brandweg gebaut
1954 Gemeindeamt und Polizei ziehen aus der Schule in ehemaliges Forsthaus um.
1955 Gasthof Jägerhaus wird Katholisches Jugendheim.
1958 Gründung der LPG "Bergfrieden" in Obernaundorf (1960 Vereinigung mit der Sadisdorfer LPG zur LPG "Einheit und Frieden").
1959 Schul- und Heimatfest mit Festumzug (250 Jahre Schule)
1959 Außenrenovierung der Kirche (ebenso 1989); 1961 Innenrestaurierung
und 1968 Orgelneubau
1962 Stillegung des Freibades
1969 Das "Martin-Luther-King-Haus" wird als Rüstzeitenheim des Bundes Evangelischer- Freikirchlicher Gemeinden in der DDR eingeweiht.
1984 Schul- und Sportfest
1988-94 Schulrekonstruktion
1990 Runder Tisch der Parteien


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Update: 23. Mai 2007

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