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Schmiedeberg im oberen Weißeritzkreis ist eine der Hochburgen der Holzschnitzkunst im Osterzgebirge. Folgerichtig gründete sich unter Leitung des Holzbildhauers Günter Weichelt am 28. November 1985 die Schnitzergruppe Schmiedeberg. 1988 wurden die ersten Stücke ausgestellt.
1990 ging die Leitung an Roland Teutscher, eine Mitglied des Zirkels, über. Die Arbeit ging fließend weiter, die Mitglieder der Gruppe hatten Freude an der Schnitzerarbeit, sie hatten Erfahrungen gesammelt, schöne Arbeiten waren entstanden und ein eigenes Schnitzerhäusel stand zur Verfügung.
Einen Rückschlag stellte ein Einbruch im Juni 1992 mit einem Schaden von 4500 DM dar. 1994 erhielt die Schnitzergruppe in der Grundschule Schmiedeberg Kellerräume zur Nutzung. Im Abstand von 14 Tagen konnten sich die Schnitzer unter besseren Voraussetzungen zur gemeinsamen künstlerischen Arbeit treffen. Die jährlichen Weihnachtsausstellungen im Dippoldiswalder Lohgerbermuseum sowie Schauschnitzen bei verschiedenen Veranstaltungen dienten zur Präsentation der Arbeit der Gruppe. Dadurch und durch Berichte in der Presse wurde die Schnitzergruppe bekannt, so dass inzwischen Interessenten aus anderen Ortschaften, wie z.B. Altenberg, Schellerhau, Reichenau, ja sogar Dresden den Weg zur gemeinsamen Arbeit fanden.
Die Ausrüstung wurde verbessert, Lehrbücher und Lehrvideos beschafft. Die Zusammenarbeit mit der Schule entwickelte sich ebenfalls, so daß sich auch Schüler im Schnitzen probierten und einige inzwischen zu Mitgliedern der Gruppe geworden sind. Man beschloß eine Chronik zu führen, die lückenlos die Tätigkeit dokumentiert. Höhepunkte der Arbeit waren die Gestaltung von Gemeinschaftsarbeiten, die Teilnahme an einer Ausstellung des Osterzgebirgischen Kunstvereins im Jahre 1998 auf Schloß Lauenstein und 1999/2000 die Beteiligung an der Ausstellung „Weihnachten im Erzgebirge” in Lauerbach, Kreis Rottweil im Schwarzwald.
Aus Anlass des 15-jährigen Bestehens der Schnitzergruppe im Jahre 2000 wurden die Gemeinschaftsarbeiten und viele Einzelstücke als Beitrag zur traditionellen Weihnachtsausstellung des Museums Dippoldiswalde gezeigt.
Die Hochwasserkatastrophe vom 12. und 13. August 2002, die Schmiedeberg empfindlich traf, setzte der regelmäßigen Arbeit der Schnitzergruppe ein jähes Ende. Der Flügel der Grundschule, in dem sich im Keller die Schnitzerräume befanden, wurde von den Fluten weggerissen. Die Einrichtung, sämtliche Bücher und Werkzeuge versanken im Schlamm. Mit großem Einsatz konnten einige Teile geborgen werden und die 14 Mitglieder der Gruppe waren sich einig: Wir machen weiter!
Inzwischen kann als Provisorium in einem Klassenraum der Mittelschule Schmiedeberg geschnitzt werden. Spenden, für die wir dankbar sind, vereinfachten den Neuanfang.
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