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Wetter in Schmiedeberg

Aus der Schmiedeberger Geschichte


Die Anfänge des Ortes Schmiedeberg reichen bis in die ersten Jahrzehnte des
15. Jahrhunderts zurück. Ein Hammerwerk ist die Keimzelle dieser Siedlung gewesen. Um 1400 besaßen die Opel (Opele, Opilio) als Lehnsleute der Burggrafen von Dohna das Gebiet zwischen Sadisdorf und Bärenhecke.
1404
nach dem Fall der Dohnas belehnt der Meißner Markgraf die Opele mit dem Hammer zu "Nauendorf über Dippoldiswalde" und im Jahr 1412 verkauft Nikolaus Opel ihm zustehende Zinsen an eine Freiberger Kirche. Diese Verschreibung ist gegeben am 29. September 1412 "auf dem Nuwen Smedewercke". Somit muss der Grundherr den Hammer zwischen 1404 und 1412 errichtet haben.
Das "neue" Schmiedewerk hieß es zum Unterschied von dem anderen bei Naundorf. Während des 30jährigen Krieges fiel der Zusatz "Neu" weg.

 

          

Auf jeden Fall ist besagtes Hammerwerk die Keimzelle des Ortes gewesen. In der folgenden Zeit wechseln die adligen Hammer- und Grundherren mehrfach. 1695 geht Schmiedeberg jeweils zur Hälfte an die 1545 gegründete Altenberger Zwitterstock-Gewerkschaft (Zwitter ist eine alte bergmännische Bezeichnung für Zinn) und an den Freiherrn Egidius von Alemann über. Der Freiherr hat wesentlichen Einfluss auf die jüngere Entwicklung Schmiedebergs genommen. Er siedelte auswärtige Arbeiter an und der Ort wird "merklich volkreicher". Er sorgt für den Bau einer Schule (1709 eingeweiht), der Pfarre und nicht zuletzt auch der Kirche.

Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes. Deswegen kommt ein neuer Erwerbszweig auf: die Strohflechterei.
1846 wird die Straße Dresden-Altenberg gebaut, die sich vorteilhaft auf die Entwicklung Schmiedebergs auswirkt. In ihrer Folge ensteht manches Neue, das bis heute nachwirkt und vom erneuten wirtschaftlichen Aufschwung zeugt: Seit 1855 gibt es eine Post, seit 1873 eine Sparkasse. Seit 1882 ist der Ort über die Kleinbahnstrecke nach Hainsberg mit dem deutschen Eisenbahnnetz verbunden. 1887 ensteht die erste Ortskrankenkasse. 1899 erhält Schmiedeberg einen Fernsprechanschluss, die Freiwillige Feuerwehr wird gegründet. Bis heute gehört sie zu den aktivsten Vereinen im Ort. 1908 beginnt der Bau der heutigen Mittelschule, 1922 wird auf der Hammerwiese ein Bad eingeweiht. 1930 findet auf der Sprungschanze im Lattengrund der erste Wettkampf statt.
Nach dem II. Weltkrieg kommt die kommunale Entwicklung nur langsam in Gang: 1949 wird im Gasthof ein Kino eröffnet. 1953 beginnt der Bau neuer, kommunaler Wohnhäuser. 1954 Das "Jägerhaus" im OT Naundorf wird Jugendhaus des Bistums Meißen (heute Bistum Dresden-Meißen) und erhält den Namen "Winfriedhaus". 1955 wird die katholische Kapelle "Maria Regina eingeweiht. 1969 erfolgt die Einweihung des "Martin-Luther-King-Hauses" als Rüstzeitenheim des Bundes der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in der DDR.

Seit 1990 hat sich in Schmiedeberg Vieles verändert und nach dem schlimmen Hochwasser im August 2002 ist, Dank der zahlreichen Hilfen und Spenden, ein noch schöneres Stück Deutschland daraus geworden. In den Jahren danach wurde viel erneuert, aufgebaut und auch neugebaut. So entstand im Ortsteil Obercarsdorf eine neue Grundschule, Schmiedeberg erhielt ein Bürgerhaus mit Bibliothek und Vereinsräumen, der OT Dönschten bekam im alten Gemeindeamt einen Treff für die Dorfgemeinschaft, im Stadion wurden Biathlontrainigsanlagen gebaut und bald auch eine Scaterbahn. Im Jahr 2012 konnte Schmiedeberg das 600jährige Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung begehen. Und zum Jahrestag der Jahrhundertflut trafen sich Spender, Helfer und Betroffene zu Gesprächen und einem ökumenischen Gottesdienst um an die Ereignisse von 2002 zu erinnern.

Im Sommer 2013 fasste der Gemeinderat von Schmiedeberg und der Stadtrat von Dippoldiswalde den Beschluss zur Gemeindefusion. Ab dem 01.01.2014
gibt Schmiedeberg seine Selbstständigkeit auf und gehört zur Großen Kreisstadt  Dippoldiswalde.

 

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Große Kreisstadt
Dippoldiswalde

Markt 2
01744 Dippoldiswalde
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