Unser Blut erfüllt eine Vielzahl von Körperfunktionen: Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport, Wärmeregulation, Infektabwehr, Wundverschluss und Heilung, Transport von Nährstoffen, Salzen, Hormonen und Stoffwechselprodukten sind nur die wichtigsten Aufgaben. Auf Grund der Komplexität dieser Funktionen ist es bis heute nicht gelungen, einen vollwertigen künstlichen Ersatz für Blut zu entwickeln. Dabei gab es schon frühzeitig viele Bemühungen hierzu. Auch heute hat man nur die Möglichkeit, die Blutflüssigkeit (Plasma) teilweise und kurzzeitig mit künstlichen Produkten zu ersetzen und man ist in der Lage, Antikörper (Abwehrstoffe) mit Zellkulturen herzustellen. Die Blutspende ist aber nicht zu ersetzen. Blut hat in der Medizin einen hohen Stellenwert. Der Bedarf bei Blutbestandteilen gliedert sich in etwa so:
19 % bei Krebserkrankungen
16 % bei Herzerkrankungen
16 % bei Magen- und Darmkrankheiten
12 % bei Unfallverletzungen
6 % bei Leber- und Nierenkrankheiten
5 % bei Blutarmut und Blutkrankheiten
4 % bei Komplikationen bei Geburten
5 % bei Knochen- und Gelenkerkrankungen
18 % bei weiteren speziellen Einsatzgebieten
Bluttransfusionen sind jedoch nur dann möglich, wenn sich auch ausreichend Blutspender finden. Leider ist das oft nicht im ausreichenden Maße der Fall. Immer wiederkehrende Engpässe mit der Auswirkung von Verschiebungen geplanter Operationen sind die Folge. Diesen Zustand verbessern kann jeder gesunde Einwohner der Region zwischen 18 und 68 Jahren (Neuspender bis 60), indem er zur Blutspende kommt.
Die nächste Gelegenheit dazu ist am Freitag, den 22. September 2006, 14 – 19.30 Uhr in der Mittelschule Schmiedeberg.