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Obercarsdorfer Senioren und Schlesische Impressionen
Sachsen auf Achse, so heißt der Spruch des Reisebüros HPS-Tours aus Kipsdorf, diesen nehmen sich auch die Obercarsdorfer Seniorinnen und Senioren an. Frau Hanni Espig bereitete in Verbindung mit dem bewährten Reisebüro eine Fahrt ins schlesische Riesengebirge vor, genauer in die Orte Kurort Krummhübel und Brückenberg am Fuße der Schneekoppe. Am 14. August 2006 um 6.45 Uhr fuhren wir mit dem angemieteten Reisebus „Schreiners-Reisen“ Richtung Landeshauptstadt Dresden auf die BAB 17. Beim Einsteigen hatten wir noch gemischte Gefühle wegen des wolkenbedeckten Himmels. Doch schon nach wenigen Kilometern konnte man erkennen, dass es eine Sonnenscheinfahrt wird, wie für uns zugeschnitten. Die zur Tradition gehörenden Startbonbons wurden ausgegeben und der Leiter des Reisebüros H.P. Schmidt hatte sein Mundwerk wieder gut geölt. Am Autobahndreieck Dresden-West fuhren wir auf die BAB 4 in Richtung Bautzen-Görlitz, auf diesem Abschnitt erfuhren wir Einzelheiten über Schlesien und das Riesengebirge, welches unser Ziel war.
Durch den Beitritt Polens zur EU wurden die Reisen in dieses Land verbessert. Nun können die durch den 2. Weltkrieg verlorengegangenen Gebiete von den Vertriebenen wieder besucht werden. Inzwischen erreichten wir den Rastplatz Oberlausitz, wo uns das traditionelle Lunchpaket überreicht wurde. Nach dieser Stärkung ging es mit Volldampf unserem Reiseziel entgegen. Zuerst erreichten wir das sächsische Nürnberg, die 45.000 Einwohner zählende Lausitzer Hauptstadt Bautzen, im Hintergrund eine herrliche Kulisse: die Lausitzer Berge umgeben von Schönwetterwolken. Wir fuhren weiter zur Grenze Ludwigsdorf-Görlitz. Görlitz hat ca. 67.700 Einwohner, liegt 221 m über NN und ist die östlichste Stadt Deutschlands im Territorium der niederschlesischen Oberlausitz. Nach der un-bürokratischen Kontrolle setzten wir unsere Fahrt fort durch eine größere Stadt, Lauban (polnisch Luban), mit 22.400 Einwohnern. Dort überquerten wir den Fluss Queis, welcher im Isergebirge entspringt. Lauban liegt am nördlichen Abhang des Isergebirges. Die Fahrt führte weiter nach Jelena Gora/Hirscherg mit 87.400 Einwohnern. Nach dieser Stadtdurchfahrt ging es nach Krummhübel, wo wir in der Rübezahlbaude unser Mittagessen einnahmen. Im Anschluss fuhren wir zur norwegischen Stabskirche Wang. Wang ist ein Dorf in Südnorwegen. Um 1840 war sie so sehr verfallen, daraufhin wurde sie an den Denkmalpfleger König Friedrich Wilhelm IV von Preußen verkauft und in Krummhübel wieder aufgebaut. Immer wieder bewegte uns die herrliche Sicht zur Schneekoppe, sie hat eine Höhe von 1.602 m über NN. Nach dem Besuch der Kirche begaben wir uns zum Bus. Dort lud uns das Personal zum Kaffee ein, natürlich käuflich. Von dort setzten wir unsere Heimreise gegen 15.30 Uhr über den Ort Schmiedeberg am Fuße der Schneekoppe an. Die Rückreise legten wir somit in umgekehrter Reihe fort. An der Grenze gab es keine Vorkommnisse und wir konnten unsere Fahrt zufrieden bei strahlendem Sonnenschein fortsetzen und trafen 19.45 Uhr auf dem Dorfplatz Obercarsdorf ein.
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Eingereicht in Zuschriften von Gemeindeamt am Donnerstag, 28. September 2006
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