Leserzuschrift
... von den Kindern und Erziehern der Heilpädagogischen Kindertagesstätte in Obercarsdorf
Mehrere Jugendliche veranstalteten am 12. und 13. Oktober einen Apfelweitwurf auf den Spielplatz der Heilpädagogischen Kindertageseinrichtung in Obercarsdorf.
Gründlich wurden alle untenliegenden Äpfel benachbarter Bäume aufgelesen. Der Apfelweitwurf konnte beginnen. Mit großer Wucht und präziser Genauigkeit wurden die meist schon faulen Äpfel über den 1,80 m hohen Zaun auf den Spielplatz geworfen.
Dabei wurde darauf geachtet, dass das gesamte Gelände mit faulen Äpfeln übersät wurde. Wie eine bunte Streuobstwiese sah der Spielplatz, besonders aber der gerade erneuerte Sandkasten mit den weit verstreuten faulen Apfelstücken aus. Ein schöner Anblick – dieses KUNSTWERK! Dank fehlender Zivilcourage in der Nachbarschaft und der Gewissenlosigkeit der Werfer konnte der Apfelweitwurf sorgsam zu Ende geführt und auch schon ein zweites und drittes Mal mit mehr Engagement wiederholt werden. Schade ist nur, dass die Kinder der Kita keinerlei Verwendung für die faulen Apfelstücken im Sandkasten, auf der Tischtennisplatte, auf den Bänken und auf dem gesamten Spielplatz haben, außer sie weg zu räumen. Danke!
Leider sind solche Vorkommnisse keine Seltenheit mehr. Schon in den Sommerferien wurden mehrfach Gartenbänke der Kita zum anliegenden Sportplatz transportiert. Diese dienten aber nicht, wie man sich vorstellen könnte zum Sitzen, sondern um sie so stark zu beschädigen, dass von einer Bank nur noch unbrauchbare Einzelteile übrig blieben.
Besonderen Spaß machte wahrscheinlich auch das Zerschlagen von leeren Bierflaschen im Sandkasten sowie das Vergraben der Scherben im Sand selbst. Das solche abendlichen bzw. Wochenendaktionen „einzelner“ Jugendlicher nicht auf Freude oder Verständnis von den Kindern und den Erziehern stößt, sollte nachvollziehbar sein.
Hoffen wir, dass in Zukunft das Gewissen und die Vernunft gegenüber einer unverständlichen Sachbeschädigung und sinnlosen Verschmutzung siegt.