Liebe Bürgerinnen und Bürger,
an der Schwelle zum neuen Jahr ist es wieder Zeit Bilanz zu ziehen. Was hat es uns gebracht, was haben wir erreicht, wie geht es weiter? Fragen, auf die ich hier versuche eine Antwort zu finden.
Kleine politische Betrachtung
2006 war das erste Jahr in einer großen Koalition. Die Erwartungen an die Schwarz-Rote Regierung waren sehr hoch. Wird die erste Frau im Bundeskanzleramt diesen Ansprüchen gerecht? Und wie das so in der Politik ist – ein eindeutiges Ja oder Nein gibt es nicht. Außenpolitisch macht Frau Merkel eine gute Figur. Nach innen wirkt sie mitunter etwas blass. Aber es ist eben nicht ihr Stil, mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Beim Hick-hack um die Gesundheitsreform hatte man das Gefühl – alle reden mit und keiner weiß Bescheid. Nun, wir werden sehen, wie das funktionieren wird. Große Erwartungen hegt hier wohl niemand.Positiv hat sich die Fußballweltmeisterschaft auf unser Land ausgewirkt. Ich habe mich gefreut, dass gerade in dieser Zeit auch wieder mal ein Stück Nationalstolz erkennbar war und wer hätte anfangs daran geglaubt, dass unsere Mannschaft so weit kommt.Im Schlepptau dieser positiven Stimmung stieg auch der Wirtschaftsindex nach oben. Die Konjunktur erholt sich langsam, es sind wieder mehr Menschen in Arbeit. Ich kann das zwar bei uns in der Gemeinde nicht in Zahlen ablesen, aber vielerorts spüren die Kommunen positive Auswirkungen. Bei uns kann ich diesen Trend noch nicht bestätigen, hoffen wir darauf, dass dies im neuen Jahr auch hier spürbar wird.Wie sich die Mehrwertsteuerer-höhung auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken wird, kann nur vermutet werden. Das kleine Pflänz-chen Aufschwung darf nicht verkümmern, sondern soll weiter gut gedeihen.
Wiederaufbau ist fast abgeschlossen
Weiter vorangekommen sind wir auch bei uns in der Abarbeitung des Wie-deraufbauplanes. Die in meiner Vorausschau am Jahresanfang genannten Aufgaben sind abgearbeitet bzw. noch im Baugeschehen. So ist die Bau-hofbrücke in Obercarsdorf fertig gestellt, die Zufahrtsstraße wurde ebenfalls neu gebaut und die Schubert-brücke wurde repariert.
Einige Nebenarbeiten, die mit diesen Baumaßnahmen im Zusammenhang stehen, müssen noch erledigt werden. So sind die Garagen für Familie Reichel noch aufzustellen. Die größte Baustelle in der Gemeinde ist zur Zeit noch die Nitzschebrücke mit dem umfassenden Flussausbau, Brücken-bauwerk und Weißeritzdurchlass, mit der Gestaltung des Umfluters und der Flussverbreiterung bis hinunter zum Gelände der ehemaligen Filteretta. Hier wurden B170-seitig neue Ufermauern eingebracht und die Gewäs-seraufweitung sowie der Rückbau des Wehres veranlasst. Damit wird der Flussbereich leistungsfähiger und bei zukünftigen Hochwasserereignissen werden die Gefahren gemindert. Nach Abschluss der Baumaßnahme soll dann der Fußweg zwischen Ober-carsdorf und Ulberndorf durch die Straßenbauverwaltung als Fuß- und Radweg neu gebaut werden.Zur Sicherung des Mühlgrabens zwischen Fußgängerampel und Dorfstraße in Obercarsdorf sind die Bachein- und Ausläufe teilweise erneuert worden, zudem hat die LTV den Grundbach ausgebaggert. Auch dies wird helfen, Starkniederschläge und Schmelz-wasser geordnet abzuleiten. Nachdem der Ausbau des Mühlgrabens nicht genehmigt wurde, nehmen wir diesen Abschnitt nun wieder selbst in die Hand. Unsere Gemeindearbeiter werden schrittweise die Ertüchtigung dieses Gewässerabschnittes vornehmen.
An der B 171 wurde der Ochsenteich wiederhergestellt und bietet seitdem auch als eine Art Rückhaltebecken mehr Sicherheit. Ein kleiner Dauer-einstau hilft zudem noch der Feuerwehr als Löschwasserreserve.
In der Alten Schäferei in Sadisdorf wurde die Außendrainage erneuert. Damit erhoffen wir, dass bei zukünftigen Regenereignissen und Schneeschmelze kein Wasser mehr durch die Mauern dringt und die Sporträume des Fitnessvereins wieder überflutet. In den Außenbereichen müssen wir in Eigenleistung den Hof selbst pflastern und auch den Notausgang wieder herstellen. Dazu waren nicht mehr genügend Mittel vorhanden, um diese Arbeiten vollständig durch Firmen herstellen zu lassen.
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