Wiederaufbau ist fast abgeschlossen
Eine der umfangreichsten Arbeiten wurde im Gelände des Gemeindeparks umgesetzt. Dies kann man schon als völlige Neugestaltung betrachten. Ursprünglich lediglich als Wiederherstellung geplant, diente der Park in den zurückliegenden Jahren mehr als Baustelleneinrichtung und Umgehungsstraße für den Bau von zwei Brücken. Er war auch beeinträchtigt durch den Neubau des Feu-erwehrgerätehauses und verkleinerte sich zudem durch die Forderungen des Hochwasserschutzes mit dem Neubau der Uferbefestigung. Nun sind die Bauarbeiten weitgehend ab-geschlossen und der Park macht als solcher seinem Namen wieder alle Ehre. Die Landschaftsarchitektin Frau Dietze aus Radebeul hat sich hier mit viel Engagement eingebracht und die Schmiedeberger Firma Waldwirtschaft Göhler hat bis auf einige zeitliche Verzögerungen ebenfalls eine gute Arbeit geleistet. Beiden sei an dieser Stelle Dank gesagt. Im kommenden Sommer wird der Park unsere Bürger und Besucher zur Erholung und Entspannung einladen.
Offen ist nach wie vor der Ausbau des Fußweges entlang der Kreisstraße S 183 ins Pöbeltal. Mittlerweile liegen uns die Pläne vor, wie das Straßenbauamt diese Baumaßnahmen umsetzen will. Dazu sind Grunderwerbspläne erarbeitet worden. Die Straße wird grundhaft ausgebaut, der Fußweg erhält einen Granithochbord, welcher in den Grundstückszufahrten abgesenkt wird. Damit kann auch weiterhin halbseitig auf dem Fußweg geparkt werden. Die Straßenentwäs-serung wird ebenfalls neu verlegt. Die Wasserversorgungs GmbH wird vorher in der Straße die Trinkwasserversorgung erneuern. Bis zum Frühjahr werden hoffentlich auch die letzten Genehmigungen erteilt sein, damit die Baumaßnahme beginnen kann. Die Gemeinde ist dabei leider nur der kleinere Bauherr und auf die Mitwirkung des Straßenbauamtes angewiesen. Unsere Finanzierung ist für den Fußweg gesichert, ob das auch für die S 183 gilt, kann ich nur hoffen, lange genug haben wir uns darum bemüht.
Eine langwierige Baustelle mit erheblichen Behinderungen war auch die Durchlasserneuerung an der Kreuzung Niederpöbel-Saubachtal. Durch den anschließenden Stützmauerneubau mit teilweiser Straßenver-breiterung verlängerte sich die Bauzeit um rund 4 Monate. Auch das ist Geschichte und die Zufahrt ist wieder frei. In Dönschten wurde oberhalb des Bades ein kleines Rückhaltebecken errichtet. Es müsste schon ganz dicke kommen, wenn dieser Damm überspült wird. In jedem Fall verlängert sich die Reaktionszeit für die Bürger und hilft damit Hab und Gut zu bergen. Die Durchflussmengen-begrenzung hilft den Fallbach zu bändigen. Die Dönschtner Einwohner ent-lang des Baches können dadurch auch etwas ruhiger schlafen.
Im Pöbeltal oberhalb der letzten Wohnhäuser haben die Erkundungsarbeiten für die Errichtung des Hoch-wasserrückhaltebeckens begonnen. Dazu wurden im Herbst Bohrungen zur Feststellung der Eignung von Ge-stein für den Damm und zur Beurteilung der Standfestigkeit des Bauwerks veranlasst. Die betroffenen Bürger von der Walthermühle bis zur Wahlsmühle sind informiert und die Verhandlungen über eine Umsiedlung sind schon weitgehend gediehen. Bis auf ein Grundstücksproblem konnten Umsiedlungs- und Entschädigungslösungen für die Betroffenen gefunden werden. Die Landestalsperrenver-waltung (LTV) bemüht sich hier im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten anständige Regelungen zu bieten. Der Damm soll Schmiedeberg zukünftig vor den Fluten des Pöbelbaches schützen, indem eventuelle Wassermassen gesteuert und mengenbegrenzt das Tal passieren und geordnet der Weißeritz zufließen.
Aufgrund der vielfältigen Schäden im Bereich der Gewässer 2. Ordnung hatte die Gemeinde mit der LTV einen Geschäftsbesorgungsvertrag ab-geschlossen. Dieser sah die Wiederherstellung der in gemeindlicher Verantwortung stehenden Gewässer und Bachläufe vor. Dieser Vertrag ist zwischenzeitlich erfüllt. So wurden die Bäche und teilweise auch die Teiche in allen Ortsteilen der Gemeinde beräumt und ausgebaut. Ich weis, dass dies manchem Bürger noch nicht weitgehend genug ist, doch ging es hier meist eben um die Wiederherstellung und nicht in allen Fällen um den Fluss- und Bachausbau. Weiterführende Verbesserungen und Reparaturen muss nun die Gemeinde in eigener Regie veranlassen und durchführen. Die Pflege und Erhaltung der Gewässer 2. Ordnung wird uns in den kommenden Jahren viel mehr beschäftigen.
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