Es gibt beim DRK-Blutspendedienst in Sachsen einen großen Spenderstamm langjähriger treuer Blutspender. Bei jeder Blutspendeaktion werden jedoch aus den verschiedensten medizinischen Gründen ca. 10 % aller Spendewilligen, zumindest vorübergehend, von der Blutspende zurückgestellt. Hinzu kommt, dass auch der treueste Dauerspender einmal das erlaubte Grenzalter erreicht. Spätestens mit 69 darf nicht mehr gespendet werden. Natürlich beenden etliche Spender ihren Einsatz als „stille Lebensretter“ auch früher, wenn sich gesundheitliche Risiken ergeben.
Ein großes Problem stellt vor allem aber die anhaltende Abwanderung aus Sachsen, insbesondere von jungen Menschen, darunter viele Blutspender dar. Diese Generation ist die Grundlage für die medizinische Sicherung der Kliniken mit Blutpräparaten in den nächsten Jahren. Die Tendenz geht jedoch dahin, dass immer weniger junge Menschen als Blutspender bereitstehen, für immer mehr ältere, die naturgemäß mehr medizinische Hilfe benötigen, als die junge Generation.
Gelingt es nicht, ausfallende Dauerspender durch Neuspender zu ersetzen, wird der Spenderstamm immer kleiner mit der Folge, dass sich Ver-sorgungsengpässe häufen.
Wer kann helfen? Im Alter zwischen 18 und 60 Jahren kann man sich als Erstspender in die Reihen der uneigennützigen Lebensretter einreihen. Die medizinische Eignung prüft ein Arzt vor der Spende.
Niemand braucht deshalb Angst vor dem „Aderlass“ zu haben. Mitbringen braucht man nur den Personalausweis und den Willen zu helfen.
Unter www.blutspende.de können alle geplanten Spendetermine für die nächsten 8 Wochen abgerufen werden.