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Veranstaltungen und News der Gemeinde Schmiedeberg
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Rede des Bürgermeisters zum Neujahrsempfang

... verehrte Gäste, am 13.1.1995 fand in Hennersdorf der 1. Neujahrsempfang des Bürgermeisters statt. Wir befinden uns damit im 13. Jahrgang – kein Jubiläum – aber das Treffen hat sich zu einer guten Tradition entwi-ckelt und ist ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt im Gemein-deleben.
Wirtschaftlich und ehrenamtlich Tätige sind die Gäste, die dieser Veranstaltung ihren unverwechselbaren Rahmen geben und sie soll auch ein kleines Dankeschön an die Macher in der Gemeinde sein. So wollen wir es auch heute halten. Ich wünsche Ihnen einen interessanten und vergnüglichen Nachmittag. In diesem Sinne trinke ich mit Ihnen auf ein gutes Neues Jahr.
Das Jahr 2006 ist Geschichte und es war wieder ein recht anstrengendes Jahr. Ich habe dies auch in meinem Jahresbericht zum Ausdruck gebracht: Einerseits die erfolgreiche Umsetzung des Wiederaufbauplanes nach dem Hochwasser mit der vielseitigen Verbesserung der Infrastruktur,  andererseits die Einschränkungen unserer finanziellen Möglichkeiten aufgrund rückläufiger Einnahmeentwicklung. Dies zwingt uns, anders als in den Vorjahren, zu weiteren Einschränkungen vor allem im investiven Bereich. Ein Trend, der der allgemein recht positiven Konjunkturentwick-lung in Sachsen hinterherläuft. So bleibt mir nur die Hoffnung, dass sich dieser Kurs auch wieder in unserer Gemeinde mittels steigender Steuerkraft nachweisbar darstellt. Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben dabei einen erheblichen Einfluss auf diese von mir und uns so sehr gewünschte Entwicklung. Deshalb erinnere ich ab und zu daran: „Geht es Ihren Geschäften und Unternehmungen gut, geht es auch der Gemeinde gut“. Irgendwie sitzen wir alle in einem Boot und tragen gemeinsam Verantwortung.


So ist es seit jeher mein Anliegen, Ihnen, also den Gewerbetreibenden, Händlern und Selbständigen, als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und anstehende behördliche Belange mit der Gemeinde zügig und entgegenkommend zu bearbeiten. Ich hoffe, Sie können das in der Mehrzahl bestätigen. Dabei bin ich, wie auch meine Mitarbeiter in der Gemeinde, an ein rechtmäßiges Verwaltungshandeln entsprechend den einschlägigen Vorschriften und vielfältigen Normen gebunden und nicht immer können wir alle Wünsche erfüllen.

Wir sitzen in einem Boot, sind uns also gegenseitig verpflichtet und irgendwie auch abhängig. Das ist keine neue Erkenntnis, das war schon immer so und kommt auch in dem kleinen Gedicht aus alten Zeiten über die Gemeinde zum Ausdruck:

„Die Gemeinde“

Hast Du in Stiller Stunde
Das Wort Gemeinde wohl bedacht,
das Du mit leichtem Munde
dahin sprichst ohne Acht.

Es ist ein altes hohes Wort
Aus Urgroßvaters Zeiten,
da alle sich an einem Ort
dem Schutz einander wehrten.

Da Arbeit, Frohsinn und auch Fleiß
Die Menschen fest verbanden,
da nur in Schutz und Einigkeit
sie Glück und Frieden fanden.

Was nun in Glück und Sorgen eint,
das, Bruder Du vergiss es nie,
das ist der Segen der Gemeinde,
sie sorgt für Dich, sorg Du für sie.

Die Gemeinde – das Wort enthält ja Bestandteile wie „allgemein“ oder „gemeinsam“ und erinnert an unsere Rechte und Pflichten. In diesem Sinne zu handeln, das wäre mein Wunsch fürs neue Jahr.
Viele Bürger und Gewerbetreibende handeln ja schon danach. Ich denke dabei an die vielfältige Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit durch die unmittelbar Tätigen und durch Leistungen unserer Gewerbetreibenden, sei es in Form finanzieller oder materieller Zuwendungen oder beim Zupacken und Mitmachen - einfach etwas tun, für den Sportverein, für die Senioren, für die Kinder, für die Gemeinschaft. Gelegenheiten gibt es viele und ich kann mich da auch gar nicht beschweren. Ganz im Gegenteil, ich bin froh und glücklich immer wieder auf ehrenamtlich Tätige zurückgreifen zu können. Ihre Unterstützung ist mir, ist uns, wichtig. Und so ist es mir immer wieder eine besondere Freude und eine gute Tradition, Bürger unserer Gemeinde zum Neujahrsempfang auszuzeichnen – auszuzeichnen für ehrenamtliches Engagement oder auch für besondere Leistungen, die mit der Gemeinde Schmiedeberg in einem unmittelbaren Zusammenhang stehen und dem Namen unserer Gemeinde in unserem Landkreis, im Freistaat und darüber hinaus alle Ehre machen. In diesem Jahr sind es sechs Feuerwehrmänner, zwei Schüler, eine Sportlerin und ein Verein.

Ehrentafel der Gemeinde Schmiedeberg

Mit der Ehrenurkunde des Bürgermeisters wurden geehrt:

Tina Bachmann
ist Biathletin der SG Stahl Schmiedeberg – eine junge Frau, die in ihrer sportlichen Laufbahn schon viel erreicht hat, die sie 1995 in Altenberg begann. Im Deutschen Schülercup belegte sie 1996 den 2. Platz und in den darauf folgenden Jahren weitere vordere Plätze. Nach einer wachs-tumsbedingten Pause konnte sie 2002 an ihr Leistungsvermögen anschließen und gewann die Gesamtwertung der Herbstleistungskontrolle des Deutschen Skiverbandes in ihrer Jugendklasse. 2003 erkämpfte sie sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften zwei mal den 1. Platz und einen 2. Platz und war damit erfolgreichste Teilnehmerin.  2004 brachte sie einen kompletten Medaillensatz mit nach Hause. 2005 nahm sie erstmals an der Juniorenweltmeister-schaft in Finnland teil und belegte dort einen 7.,  9. und 14. Platz. Durch Krankheit bedingt konnte sie 2006 nicht an der Juniorenweltmeister-schaft teilnehmen, aber sie startete wenig später zur Junioreneuropa-meisterschaft und erreichte mit der Staffel den Titel, einen 4. Platz im Einzel, einen 5. Platz im Sprint und einen 7. Platz in der Einzelverfolgung. Als Startläuferin der Staffel legte sie den Grundstein für den Start–Ziel–Sieg unserer Mannschaft. Die Leistungen von Tina Bachmann sind umso höher zu bewerten wenn man weis, dass sie sich noch in der Ausbildung bei der Bundespolizei befindet und als einzige Juniorin nicht als Profi trainiert.

Steve Adam
ist Schüler unserer Mittelschule hat es im Schülerlotsenwettbewerb bis in den bundesweiten Endausscheid geschafft. Dort erzielte er einen
hervorragenden 3. Platz. Als Schülerlotse leistet er eine sehr verantwortungsvolle Arbeit im Interesse eines sicheren Schulweges.

Holger Haubold
wohnt in Schmiedeberg lernt an der Landesschule Pforta, einem Gymnasium im Saaletal. Holger ist sehr
begabt und hat sich durch seine hervorragenden Leistungen in den Fremdsprachenfächern für die Teilnahme am Bundeswettbewerb empfohlen. Seine Teilnahme war von Erfolg gekrönt. Er hat durch sein fremdsprachliches Wissen unter 400 Schülern einen 2. Platz erreicht.

Förderverein
der Grundschule Schmiedeberg
Aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens erhält der Förderverein der Grundschule Schmiedeberg, heute repräsentiert durch Frau Gabriele Wöllner, die Ehrenurkunde des Bürgermeisters für hervorragendes gesellschaftliches Engagement zur Unterstützung unserer Grundschule.
Die gute Zusammenarbeit und Unterstützung zeigte sich besonders in der Zeit der Hochwasserkatastrophe und danach. Der Umzug in den Ausweichstandort Hennersdorf, die Reaktivierung der Dorfschule, die objektive Begleitung auf der Suche nach einem neuen Schulstandort mit Eltern, Schülern und den Lehrern. Immer mischte sich der Verein im positiven Sinn ein, um das Werk im Interesse unserer Grundschüler aller Ortsteile der Gemeinde zu vollenden. Durch die großartige Arbeit des Vereins konnten wir wesentlich mehr für unsere Kinder tun als es uns sonst als Schulträger möglich gewesen wäre. Auch nach der Fertigstellung der neuen Schule arbeitet der Verein aktiv mit, um das Leben in und um die Schule zu gestalten. Mittlerweile entstand neben der neuen Sporthalle ein hervorragender Allwetterplatz, der ebenfalls durch den Verein finanziert wurde. Wir haben nunmehr, Dank der Mitwirkung des Fördervereins einen Grundschul-standort, der fast keine Wünsche offen lässt.

Als Ehrenmitglieder der Gemeindefeuerwehr wurden ernannt:

Kamerad Siegfried Bachmann
ist seit 1953 Mitglied der Feuerwehr, zuerst beruflich in der Wismut, wo er auch als Führungskraft ausgebildet wurde. Dieses Wissen und die Erfahrung brachte er mit in die Obercars-dorfer Wehr ein, in der er seit 1961 ehrenamtlich tätig ist. 1968 wurde er zum Wehrleiter gewählt. Diese Funktion übte er dann 24 Jahre aus. Gleichzeitig war er in der Betriebsfeuerwehr der Hydraulik aktiv bis zu seinem Ausscheiden aus dem Betrieb. Unter seiner Leitung wurde das neue Gerätehaus in Obercarsdorf errichtet. Er organisierte maßgeblich mehrere Feuerwehrjubiläen. Nachdem er die Verantwortung als Wehrleiter weitergegeben hat, ist er bis heute noch als Gruppenführer tätig.
Zur Jahreshauptversammlung am 19.01.07 wird er in Ehren aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

Kamerad Günter Eißrich
begann 1957 seinen Dienst in der FW Dönschten. Im Januar begeht er somit sein 50. Dienstjubiläum. Seit 1965 arbeitet er in der FW Obercarsdorf engagiert mit und übernahm 1969 die Stellvertretung des Wehrleiters. Er engagierte sich besonders in den Jahren 1978 – 79 beim Neubau des Gerätehauses, seit 1980 brachte er sein umfangreiches Wissen in die Wirkungsbereichsleitung ein. In der Wendezeit engagierte er sich beim Aufbau des Kreisfeuerwehrverbandes.
Seit 1992 ist er Wehrleiter in Ober-carsdorf und mit einer kurzen Unterbrechung aus gesundheitlichen Gründen (von 1999 bis 2001) ist er das bis heute. Besonders zu würdigen ist dabei sein selbstloser, unermüdlicher Einsatz während des Hochwassers 2002. Als Wehrleiter arbeitet er konstruktiv in den gemeindlichen Gremien des Orts- und Gemeindefeuer-wehrausschusses mit.

Kamerad Günter Eißler
wurde zu Beginn des Jahres 1947 Mitglied der Feuerwehr Sadisdorf und feiert somit in diesen Tagen sein 60-jähriges Feuerwehrjubiläum, nunmehr nicht im aktiven Dienst, aber als Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung. Nach seiner Ausbildungszeit in der Feuerwehr wurde er 1954 zum Wehrleiter gewählt. Diese Funktion führte er bis 1967 aus. Ab diesem Zeit-punkt übernahm er höhere Aufgaben im Feuerwehrwesen als Wirkungsbe-reichsleiter im Landkreis und war hier gemeindeübergreifend tätig. Den Kontakt zu seinen Kameraden in Sadisdorf hat er aber nie verloren, sondern hat die Wehr immer unterstützt und gefördert. Nach Auflösung des Wirkungsbereiches hat er maßgeblich mitgewirkt bei der Gründung des Kreisfeuerwehrverbandes. Bis zu seinem Ausscheiden in die Altersabteilung 1996 war er immer noch als Gruppenführer in Sadis-dorf aktiv. Wenn Not am Mann war half er in der Wehr aus. Im Kreis und auf Gemeindeebene hat er Maßstäbe gesetzt und sich Achtung und Anerkennung erworben.

Kamerad Heinz Läderach
ist seit 1948 Mitglied der Wehr in Hennersdorf. Nach dem er die notwendige Ausbildung und Qualifizierung erreicht hatte, übernahm er in der Wehr die Verantwortung als Wehrleiter. Diese Funktion übte er von 1963 bis 1987 aus. In dieser Zeit bemühte er sich erfolgreich um die Anschaffung des legendären K 30, welcher bis 1994 in Dienst war. Heinz Läderach war 45 Jahre im aktiven Dienst in der Hennersdorfer Wehr tätig. Nach seinem Ausscheiden in die Alters- und Ehrenabteilung war er immer ein geachteter Ansprechpartner für die jungen Kameraden und ist der Feuerwehr nach wie vor verbunden.

Kamerad Siegfried Peick
ist seit dem 1.5.1956 in der Schmiede-berger Wehr aktiv. Er war seit beginn maßgeblich an der Entwicklung der Feuerwehr in Schmiedeberg beteiligt und übte u. a. die Funktion eines Gruppenführers aus, war ein geschätzter und geachteter Partner im Ortsfeuerwehrausschuss. Er engagierte sich besonders im Bereich Technik und machte sich als Gerätewart verdient. Für die Kameraden ist er als erfahrener geachteter und verläss-licher Mitstreiter Ansprechpartner und gute Seele der Wehr.
Er zeigte in dieser Zeit bis heute ein außergewöhnliches Engagement.

Kamerad Siegfried Schmidt
begann am 1.6.1960 seinen Dienst bei der BF in Dresden, seit April 1983 konnte er seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz den Kameraden in der Schmiedeberger Wehr weitervermitteln. Seit dieser Zeit war er auch im damaligen Rat des Kreises für die Belange der Feuerwehr zuständig und war hier bis 1990 Kreisbrand-meister. Danach war er noch bis 2002 als Stellvertreter des KBM tätig. Er war Gründungsmitglied des Kreisfeuer-wehrverbandes und von 1994 bis 2003 dessen Vorsitzender. In dieser Zeit prägte er maßgeblich mit die Ge-schicke der Feuerwehr auf Land-kreisebene und in der Gemeinde Schmiedeberg, hier war er auch als Kreisausbilder für Atemschutz, im Gemeinde- und Ortsfeuerwehraus-schuss und als Gruppen- und Zugführer tätig.

Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte sich der Bürgermeister recht herzlich bei den Geschäftsführern der Schmiedeberger Gießerei, bei der Firma Sachsenküchen GmbH, dem Reiterhof Böhme und bei der Firma Becker-Entsorgung für die finanzielle Unterstützung des Neujahrsempfangs.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Bäckerei Pfützner und Herrn Lehmann aus Schmiedeberg, der Bäckerei Müller aus Obercarsdorf, der Bäckerei Loth aus Schönfeld und der Bä-ckerei Bärenhecke, die uns mit Le-ckereien zum Kaffeetrinken versorgt haben, weiterhin dem Blumengeschäft Fleischer und dem Getränkehandel Hinze aus Schmiedeberg. Alle Genannten haben durch kulante Leistungen diesen Neujahrsempfang unterstützt.

Der Bürgermeister wünschte allen viel Kraft und Gesundheit und für die kommenden Aufgaben ein gutes Gelingen.

Eingereicht in Veranstaltungen von Gemeindeamt am Mittwoch, 07. Februar 2007
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