Heimat und Wald
Willst du die Heimat dir erschließen,
wandre über Bergesrücken,
von da die Aussicht kannst genießen,
du bist erfasst von Freude und Entzücken.
Aus dem Tal die Nebel steigen,
Sonnenlicht bricht sich im Tau.
Auf der Bergwies' scheint's wie Feenreigen,
darüber spannt das Himmelszelt sich blau.
Das Harz der Bäume erfasst all Deine Sinne.
Der zarte Wind fährt grüßend dir durchs Haar.
Zwischen Ästen ein filigran Gebilde,
das Kunstwerk einer Spinne.
Aufmerksam durchstreifst du den Forst,
Ameisenstraßen kreuzen deinen Weg.
Dein Blick erspäht hoch oben
eines Habichts Horst,
behutsam nutzt du Weg und Steg.
Im Wald beginnt sich's nun zu regen,
du hörst das Sägen und der Äxte Schlag.
Fleißige Hände den Forst emsig pflegen,
damit kräftig er zu leben stets vermag.
Und auf der Wiese es überall blüht,
du hörst wie es murmelt und rauscht.
Du hörst der Vögel helles Lied,
fühlst Lebenslust und Fried!
Carl-Heinz Herrmann
Mai 2008