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Im Seniorenheim spielt das Anregen der Sinne eine wichtige Rolle
Nicht nur Kinder kuscheln gern mit Katze oder Meerschweinchen. Auch Senioren-Augen beginnen angesichts treuer Tierblicke zu leuchten. Das ist im Schmiedeberger Heim nicht anders.
Kontakte zu Tieren bewirken bei alten Menschen manchmal Wunder, sagt Heimleiterin Gabriele Franz. „Viele unserer Mitarbeiter haben Haustiere und bringen diese von Zeit zu Zeit auch mit. Mit Blick auf die Hygiene muss natürlich alles sicher sein. Es ist kaum zu glauben, wie einige, sonst stille Bewohner auf einmal aufblühen, wenn ein kleines Kaninchen oder ein anderes Tier im Heim ist“, sagt sie.
Rund 60 Senioren und Seniorinnen plus eine Katze wohnen im Heim von pro civitate in Schmiedeberg. Der Stubentiger gehört einem Bewohner, der nicht auf das lieb gewonnene Tier verzichten wollte.
Das Anregen der Sinne spielt in der Pflege- und Betreuungsarbeit im Seniorenzentrum ein große Rolle. Im Park der Einrichtung besteht seit dem vergangenen Herbst deshalb eine so genannte Sinnesstraße. Frau Franz erklärt, wie sie funktioniert: „Entlang der Wege sind mehrere Kästen aufgebaut. Dort kann nach Gegenständen gefühlt und getastet werden. Je nach Jahreszeit nutzen wir zum Beispiel Zapfen oder Getreide für das Ertasten.“ Der unterschiedlich gefärbte Split auf den Wegen regt die Bewohner dazu an, immer aufs Neue die Farben wahrzunehmen.
Bis der Frühling Einzug hält und die Bewohner wieder nach draußen lockt, genießen sie das Tagesprogramm der Einrichtung. „Alles, was mit Musik zu tun hat, kommt gut an, vor allem alte Melodien“, sagt die Pflegedienstleiterin Birgit Clausen. „Wir hören Schlager der 40er und singen mit“, lädt der monatliche Veranstaltungskalender die Bewohner im März zu einem unterhaltsamen Nachmittag ein. Vormittags steht zum Beispiel die Zubereitung eines Obstsalats auf dem Plan. Eifrig schnipseln die Damen und Herren Orangen und Bananen. Selbstgemacht schmeckt der Salat doppelt gut, sagen sie.
Das Fachpersonal im pro civitate-Seniorenzentrum Schmiedeberg wird bei seiner Arbeit von zwei ABM-Kräften und sechs Ein-Euro-Jobbern unterstützt. Außerdem absolviert eine Hilfskraft ein freiwilliges soziales Jahr in der Einrichtung. „Es hilft uns enorm, wenn wir zusätzliche Kräfte einsetzen können. Es muss ja immer etwas vorbereitet oder die Bewohner sicher vom Zimmer in den Speisesaal gebracht werden“, sagt Pflegedienstleiterin Birgit Clausen. Und da ist ja dann auch noch das Kätzchen …
Von Franziska Günther
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Eingereicht in Zuschriften von Gemeindeamt am Dienstag, 14. März 2006
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